Die Nummer 1 - Andreas Leithner, Geschäftsführer der Wein-Lagerlogistik GmbH in Parndorf, der Spezialist für Weinlogistik in Österreich, stellt sich der Marktanforderung der Branche. Darüber hinaus gibt es Innovationen, die sich deutlich von den Mitbewerbern abgrenzen. Mit drei Geschäftssäulen ist das Unternehmen im Dienste der Weinwirtschaft gut aufgestellt.
Die Transportkette für Wein im Auftrag der Winzer selbst verläuft über mehrere Stationen. Bei dem Cross Docking Prozess werden die Weine von den Winzern vorkommissioniert geliefert, der übliche Einlagerungsprozess in ein Bestandslager entfällt. Ausgesuchte Subfrächter speditieren vom Karton bis zum Schiffscontainer und gewährleisten eine stabile Versorgungskette.
In einem ähnlichen Ablauf, jedoch im Auftrag der Weinhändler, nach einer
sortenreinen Anlieferung, der Einlagerung und anschließenden Kommissionierung
der Weine in einem temperaturgeführten Hochregallager, gewährleisten Sammeltransporte
durch individuell ausgesuchte Frächter periodische Lieferungen genau zum
Termin. Eine „Just-In-Time“-Verfügbarkeit der Ware, von Standard- bis zu
Premiumprodukt beim Kunden, ist garantiert. Dazu bedarf es aber einer einzigartigen
Lagerlogistik bzw. werden auch mal direkt von der Füllanlage Kontingente
je nach Auftrag auf die Reise geschickt, ist es oft eine „mixed delivery“.
Die Lagerlogistik ist die Hauptsäule des Unternehmens. Beschaffungslogistik,
Nachschub und Mengensteuerung bedürfen einer genauen Dokumentation für Import,
Export und der Distribution, inklusive dem Zollservice. Durch die Abgabe
von Unternehmens- aufgaben und -strukturen an ein Drittunternehmen, dem
Outsourcing von z.B.: Platzbedarf und Personaleinsatz, ist man zudem versicherungstechnisch
auch viel besser aufgestellt. So kann der Winzer, insbesondere kleinere
Unternehmen, schlagkräftiger lieferbereit sein und sich auf seine Hauptkompetenzen
konzentrieren. Die Wein-Lagerlogistik garantiert die Rückverfolgbarkeit
nach Artikel-, Chargen- und Prüfnummer, nach Bezeichnung und Abfülldatum.
Das Qualitätsmanagement, eine Auditierung
mit IFS-Zertifikat ist gewährleistet.
Als Nischenlösung ist der Paketdienst mit Spezialkartons zu verstehen, 18er Flascheneinheiten als österreichische Rarität, die eine Fallhöhe von 1,70 überstehen, dies alles europaweit von Haus zu Haus. Ein vollkommen persönlicher Draht zu den in etwa 400 Kontakten und 60 Produzenten, an die 4000 Paletten bieten Flexibilität und ungewöhnliche Zeiten, eben nicht das übliche Standardprogramm.
Eine nicht unerhebliche Anzahl von Weinen in Barriquefässern zum Endreifen stellen eine andere Form des Outsourcing dar. Kunden wie Hillinger, Nittnaus oder Markowitsch sind eine gute Referenz.
Ali Meyer | Editor-in-Chief |
Der WEINbau-online | 22. 05. 2013